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Das mit Spannung erwartete Duell zwischen dem Ex-Vize-Weltmeister Uwe Nittel auf seinem Mercedes Benz 190 E 2,5-16V, Rainer Noller auf Mitsubishi Lancer Evo 8 MR und dem Schweizer Urs Flum, ebenfalls Mitsubishi Lancer war nach zwei Prüfungen bereits zu Ende. Ein Fahrfehler entschied die Rallye Ulm vorzeitig.
"Wenn nicht jetzt, wann dann?", meinte Rainer Noller mit Blick in den Himmel, als dichtes Schneetreiben während der Einführungsrunde in Ulm herrschte. Sein Hauptgegner war kein geringerer als der Ex-Vize-Weltmeister Uwe Nittel, jedoch im nur heckangetriebenen Fricker-Mercedes bei diesen extrem rutschigen Straßenverhältnissen mit Außenseiterchancen gehandelt. Auch der Schweizer Urs Flum, ebenfalls auf einem Mitsubishi unterwegs, wurde vor dem Start als Geheimtipp genannt.

Die Wetterkapriolen in und um Ulm brachten zusätzliche Würze in den Mix: während Uwe Nittel große Risikobereitschaft zeigte und auf fast profillosen Semislicks setzte, wählte Rainer Noller vor dem Start profilierte Strassen-Pirelli P Zero der Dimension 225/40-18. „Was für den Porsche und Tempo 300 konzipiert wurde, kann bei diesen schlammigen Verhältnissen nicht verkehrt sein.“ so Noller vor dem Start. Urs Flum wählte die sichere Alternative und setzte auf 17-Zoll-Winterreifen.
Pünktlich zum Start ließ der Schneeregen nach, dennoch trockneten die Pisten nicht ab und die teils verschlammten Strecken verlangten höchste Konzentration.
Nach einer sehr schnellen und kurzen Auftaktprüfung lagen Noller/Walz mit 1,1 Sekunden vor Nittel/Brömmer in Front, Flum/Flum blieben trotz eines kleinen Fahrfehlers mit Steinkontakt in Schlagdistanz zur Spitze auf Rang drei mit weiteren 1,4 Sekunden Rückstand.
Gepuscht durch Nollers Druck erhöhte Uwe Nittel seine Risikobereitschaft in WP 2, verpasste in einer mittelschnellen Linkskurve den optimalen Bremspunkt und rutsche spektakulär ins Aus. Urs Flum wurde auf WP 3 vom Defektteufel erwischt, durch einen defekten Hydraulikzylinder blockierte die Handbremse an seinem Mitsubishi, an eine Weiterfahrt war nach diesem Defekt nicht mehr zu denken.
Zur Halbzeitpause lagen Noller/Walz bereits mit über 1 Minute Vorsprung vorne und nahmen auf der zweiten Schleife sichtbar an Risiko heraus, was das Erfolgsduo dennoch nicht daran hinderte alle Bestzeiten zu setzen und einen weiteren Gesamtsieg auf der Habenseite zu verbuchen.
„Unsere Reifenentscheidung heute morgen war der Schlüssel zum Erfolg, die Pirellis hatten den entscheidenden Vorteil der Längsrillen. So fühlte ich mich jederzeit sicher und Herr der Lage, was letztendlich zum Erfolg geführt hat.“ so der glückliche Gesamtsieger Rainer Noller bei der Zieldurchfahrt.
Ergebnis 12. UMC-DMV Rallye Ulm
01. Noller Rainer/Walz Uwe Mitsubishi Lancer Evo 8 MR 19:40,1 min 02. Kopp Alexander/Schober Michaela Peugeot 206 RC +1:54,7 min 03. Zak Roland/Wenger Hans VW Golf 1 +1:55,8 min 04. Arlt Jochen/Fischer Richard Peugeot 306 +2:07,9 05. Mühl Werner/Bendig Karsten BMW 328i E36 +2:08,1 06. Weidl Uwe/Schlicht Tanja Audi Quattro S2 +2:14,6
Bereits am kommenden Wochenende stellt sich das schwäbische Erfolgsduo Rainer Noller / Uwe Walz vom RKV Ilsfeld beim Saisonauftakt in Melsungen der starken hessischen Konkurrenz. Mit der Startnummer 1 werden die beiden Unterländer bereits vor dem Start als Favoriten auf den Gesamtsieg gehandelt.
Nachfolgend noch der Link zur Rallye in Melsungen:
http://www.rallye-magazin.de/r/na/d2/n2/d/2011/03/18/jubilaeum-in-melsungen/index.html
Wir berichten kommenden Woche wieder von der Rallye „Auf nach Melsungen“.
Bis dahin viele Grüße
Rainer Noller & Uwe Walz |